Sihlquai: So nicht, Coop!

Die zwei historischen Wohnhäuser Sihlquai 280–282 im Zürcher Kreis 5 sollen entkernt, zu Büros, Labors und einer Testbäckerei umfunktioniert und in Zukunft von der Coop-Division Swissmill genutzt werden. Mitten in einer globalen Pandemie. Die Mieter*innen sind empört über das Vorhaben seitens der Vermieterin Coop Immobilien AG, denn sie würden damit ihre Wohnungen verlieren sowie eine kleine Quartierschreinerei ihre Werkstatt.

Swissmil durfte hoch bauen und will nun günstigen Wohn- und Gewerberaum zerstören

Petition Büros statt Wohnungen? Nein Danke, Coop!

Petition unterschreiben, jetzt!

Zwei historische Wohnhäuser mitten im Kreis 5 sollen ausgehöhlt und als Büros und Labors für Swissmill umgenutzt werden. 25 Menschen verlieren ihr langjähriges Zuhause – eine kleine Quartierschreinerei fürchtet um ihre Existenz und die Vielfalt im ehemaligen Industrie- und ArbeiterInnenquartier wird weiter minimiert. Wir fordern die Eigentümerin von Swissmill, die Coop-Gruppe, dazu auf, das Projekt am Sihlquai 280/282 per sofort zu stoppen. Den Zürcher Stadtrat fordern wir dazu auf, ihren Verfassungsauftrag (Wohnpolitischer Grundsatzartikel von 2011) konsequent umzusetzen und die bei der Abstimmung des Kornsilos gemachten Versprechungen einzuhalten.

Forderungen:

  1. Verzicht auf «Kaputtsanierung» der historischen Liegenschaften am Sihlquai 280/282
  2. Keine Umnutzung von Wohnungen / Kleingewerbe zu Büros und Labors
  3. Einhaltung von Versprechen von Swissmill (unterstützt von Stadtrat) bei der Realisierung des Kornsilos: Durchmischung von Industrie, Wohnen und Kleingewerbe im Kreis 5 zu erhalten
  4. Bleiberecht und langfristige Perspektive für alle MieterInnen am Sihlquai 280–282

Wieso ist das wichtig:

  1. Vielfalt und Diversität des Industriequartiers Zürich West dürfen nicht weiter verloren gehen.
  2. Bezahlbarer Wohnraum und die Quartierschreinerei am Sihlquai 280–282 sollen erhalten bleiben
  3. Coop muss als Grosskonzern und Eigentümerin soziale Verantwortung übernehmen und dazu beitragen, Lebens und Arbeitsexistenzen am Sihlquai zu erhalten.

FOREVER SIHLQUAI – Widerstand gegen «Goliath»

Der Widerstand gegen «Goliath» wächst, aus privaten Angelegenheiten werden öffentliche Die Mieter*innen und die Betreibenden der Schreinerei wollen das nicht hinnehmen und mobilisieren gegen das geplante Vorhaben von Coop Immobilen.

 

Nebst verschiedenen Schreiben an Stadt- und Gemeinderat, sowie an Coop Immobilien, lancierten sie auch eine Petition, in welcher u.a. gefordert wird, am Sihlquai wohnhaft bleiben zu können und den bezahlbaren Wohnraum sowie das Gewerbelokal in den Häusern zu erhalten. Im Sinne einer verantwortungsbewussten Quartierentwicklung plädieren sie dafür, dass aktuelle und künftige Bebauungs- und Umnutzungsbegehren am Sihlquai sorgfältiger und nachhaltiger geprüft werden sollen. Es sei Aufgabe der Stadt, die Vernichtung von Wohn-und Gewerberaum zu unterbinden und längerfristig eine Vorstellung davon zu entwerfen, wie die Zone am Flussufer angemessen gestaltet werden könne. Von der Politik wie auch von Coop wird des Weiteren eingefordert, die gemachten Versprechungen von 2011 einzulösen. Abschließend wird erwähnt, dass sich die Bewohner*innen und Gewerbetreibenden eine*n zukünftige*n Eigner*in für die Liegenschaften am Sihlquai 280–282 wünschten, die den Mieter*innen und dem Quartier eine nachhaltigere und langfristigere Perspektive bieten würde und zu den historischen Häusern Sorge tragen könnte und wollte.

 

Das Anliegen stößt in der Politik auf Gehör, hat bereits im Gemeinderat Erwähnung gefunden. Es wurde
ein entsprechendes Postulat eingereicht, das durch Parteivertreter*innen wie Walter Angst (AL), Nicolas Cavalli (GLP), Brigitte Fürer (GP), David Garcia Nuñez (AL), Urs Helfenstein (SP) oder Maya Kägi Götz (SP), breite Unterstützung erfährt.

 

Weiterführende Links

 

Vernichtung von günstigem Wohnraum am Sihlquai? Nein danke!

 

Go back