Hausbesitzer Georg Schmid nimmt Stellung

Inzwischen hat uns die Stellungnahme Besitzer der Liegenschaft Josefstrasse 102 erreicht, die wir hier publizieren möchten:

"Das Haus Josefstr 102 wurde vor mehr als 100 Jahren als Speiserestaurant gebaut und lange durch den Frauenverein für alkoholfreie Gaststätten auch so geführt. (Das Restaurant hiess "Wasserrad"). Ein von der Migros betriebenes Speiserestaurant passt zur Geschichte des Hauses besser als ein Schuhladen und eine anarchistische Bibliothek.

Das Haus wird zu einem grossen Teil ausgesprochen günstig und mit Sinn für soziale Anliegen vermietet: Günstige Wohnungen, eine WG für junge Leute, ein Treffpunkt (vor vielen Jahren von ehemaligen Spanienkämpfern begründet und immer noch gut auch von Secondos und anderen Schweizern besucht).

Die anarchistische Bibliothek (Fermento) geriet ins Blickfeld der Kantonspolizei (Grund: Artikel in der AZ. Der Journalist schrieb von Aufforderungen zur Gewaltanwendung..)

Bis zu seiner Auflösung war ich überzeugtes Mitglied des LdU (Landesring der Unabhängigen, der Migros-Partei). Noch immer ist für mich Gottlieb Duttweiler einer der bedeutendsten Schweizer des 20.Jahrhunderts.

Frau Zeller vom Schuhladen hat mich schon frühzeitig darauf hingewiesen, dass sie ihr Schuhgeschäft anderweitig (aber in nächster Umgebung) ausweiten kann. Das ist inzwischen geschehen.

Migros will nicht nur ein Take-away bauen, sondern auch ein Restaurant mit 42 Sitzplätzen.

Würde Migros sich zurückziehen, stünde ab Frühling 18 vorerst das ganze Parterre im Haus leer. Wäre das in Ihrem Sinn?"

Schuhgeschäft und Buchhandlung mit Bibliothek

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